B wie Bewegung

Deutschland wurde im letzten Jahr bescheinigt, dass wir Bewegungsmuffel sind. Das ist sehr schade und tut auch der Gesundheit nicht gut. Bockenheim bietet mit seinen grünen Flächen rundherum viele gute Gelegenheiten für Bewegung und Sport.

Nur wo Körper- und Geistestätigkeit in geordneter lebendiger Wechselwirkung stehen ist wahres Leben“
(Friedrich Fröbel)

Wer sich bewegt, bleibt körperlich und geistig fit.

Und: Bewegung wirkt sich auch auf die Emotionen aus: wer sich regelmäßig in seiner Lieblingssportart bewegt, denkt positiver.

Das heißt: körperliche Gesundheit und regelmäßige Bewegung sind sehr gut geeignet, um Stresssymptome zu reduzieren und entspannter zu sein.

Schon vor fast 2000 Jahren hat der römische Dichter Juvenal gewusst, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohnt, auf lateinisch: „mens sana in corpore sano“ „(in einem gesunden Körper ein gesunder Geist“)

Selbst chronisch Kranke profitieren von regelmäßigem Training. Wurden Patienten noch vor kurzem gnadenlos stillgelegt, lässt man heutzutage sogar Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz regelmäßig, aber moderat Sport treiben. Neben einer verbesserten Belastbarkeit hellt sich bei den meisten Betroffenen auch das Gemüt spürbar auf.

Die stressabbauende Wirkung von Sport bei Krebserkrankungen zeigen gleich mehrere Studien der Kölner Sporthochschule an Patientinnen mit Brusttumoren. Diese litten, bedingt durch die Chemotherapie oder Stammzelltransplantation, unter extremer Erschöpfung. Die Probanden mussten sich mehrere Wochen einem regelmäßigen Trainingsprogramm unterziehen. Durch das Training besserte sich nicht nur der Allgemeinzustand erheblich, sondern die Patienten wurden auch psychisch deutlich robuster.

Studien über Stresswahrnehmung zeigen, dass Stress im vordersten Hirnareal entsteht. Dieser Vorderlappen verarbeitet permanent Milliarden von Informationen und filtert die relevanten Daten aus. Erst das ermöglicht rationales Handeln.

Das Problem: wenn Reize überhand nehmen, „verstopfen“ sie diesen Teil unseres Gehirns - wir fühlen uns überfordert, geraten in Stress. Das ursprüngliche menschliche Reaktionsmuster auf Stress und Anspannung ist Bewegung: unser System rät uns: Lauf weg, beweg dich.

Da das aber in Alltagssituationen oft nicht passend ist, schlucken wir dieses Bedürfnis herunter oder reagieren aggressiv.

Eine weitere, leider wenig bekannte Körperreaktion von Sport und Bewegung ist: die Bildung des Sexualhormons Testosteron bei anstrengendem Training. Dieses Hormon wirkt sich direkt auf die Psyche aus: ein leicht erhöhter Testosteron-Spiegel bewirkt eine eher forsche und zuversichtlichen Lebenseinstellung – und wirkt antidepressiv. Allein dafür lohnt es sich mal durch Bockenheim zu Fuß zu schlendern, mit dem Rad den Stadtteil zu erkunden oder allein oder mit netten Menschen in Bockenheim Sport zu treiben

Der Neurowissenschaftler Stefan Schneider von der Kölner Sporthochschule sieht einen klaren Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Mangel an Bewegung und der steigenden Zahl psychischer Störungen. Knapp bringt er es auf den Punkt: "Nur wer sich körperlich verausgabt, der kann sich hinterher auch entspannen."

Für uns heißt das:
- Regelmäßige Bewegung dient unserer Gesundheit.
- Finden Sie den Sport, der Ihnen Freude bereitet. Das kann zu mehr Gelassenheit in Ihrem Leben führen.Bewegung ist Burnout-Prophylaxe und macht gemeinsam noch mehr Spaß.
- Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!
- Starten Sie Ihr Sport- und Bewegungsprogramm, besser heute als morgen.

Ich wünsche Ihnen einen bewegten Monat und gute Entspannung nach dem Sport!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre

Pia Kruse


























 

Pia Kruse Beratung-Coaching-Therapie

A wie Achtsamkeit

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