Campus Bockenheim
FORUM BOCKENHEIM
Adventskalender
Weihnachtsgeschichten
Cafe ExZess

Café ExZess
Leipziger Straße 91
D-60487 Frankfurt am Main
http://www.exzess-frankfurt.de.vu
http://www.myspace.com/exzessffm




 

DAS Cafe ExZess

...gibt es mittlerweile seit über 20 Jahren und ist seitdem Treffpunkt vieler unterschiedlicher Leute und Gruppen.

...war und ist ein unkommerzielles Zentrum. Es bekommt keine öffentlichen Zuschüsse, es wird weder auf Gewinn gearbeitet noch verdient irgendjemand was. Das ist die Voraussetzung dafür, allen die Nutzung zu ermöglichen. Alle sollen sich darin aufhalten können, ohne konsumieren zu müssen.

...ist ein offener politischer Raum, der sich gegen jede Form von Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und Sexismus positioniert.

...bietet die Möglichkeit, Interessen und Ideen umzusetzen, Gruppenstrukturen zu entwickeln oder vorhandene zu nutzen. Heute finden sich im ExZess die unterschiedlichsten Initiativen wieder wie Kneipenabende, politische Veranstaltungen, Theatervorführungen, Infoladen mit Leihbücherei & Archiv, Jonglage-Gruppe, Konzerte, Lesungen, Volxküche und Treffen verschiedener linker und sozialer Gruppen.

...ist nicht besetzt, und da Miete und viele andere laufende Kosten bezahlt werden müssen, kostet es jeden Monat eine Menge Geld, das ExZess am laufen zu halten.

...ist selbstorganisiert, es gibt keine Chefin, und keinen Putzmann. Die Idee ist, dass alle alles machen und alle für alles verantwortlich sind.

Gemeinsame Auseinandersetzungen über und um die Räume finden auf dem regelmäßigen offenen Plenum statt.

REGELMÄSSIGE ExZess-TERMINE

Montags: Infoladen, 18-22 Uhr
Montags: Antifacafe, 19-24 Uhr
Montags: Plenum (jeden 1. und 3. Montag im Monat), 19 Uhr
Dienstags: offenes Plenum der Jugendantifa Frankfurt, 18 Uhr
Dienstags: offener Jongliertreff, 20 Uhr
Mittwochs: Cafe Antisistema, 20.30 Uhr
Sonntags: Infoladen, 12-16 Uhr



Gegen BuchMasse

Gegenbuchmasse 4.10.17 - 14.10.17 | Café ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt - Bockenheim



Gegenbuchmasse 2017 - Übersicht

GegenBuchMasse 2017 – Programm

MITTWOCH _ 4.10.2017 _ 19:00 UHR
Ladyfest-Aktivismus
queer-feministische Kämpfe um Freiräume und Kategorien Café ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: Fransenbar & transcript Verlag Buchvorstellung mit Alek Ommert Ladyfest-Aktivismus ist ein Beispiel für queer-feministischen Aktivismus, der sich seit den 2000er Jahren mit Bezug auf Ideen des riot-grrrl- und DIY-Aktivismus entwickelt hat. Das Buch rekonstruiert und diskutiert die queer-feministische Praxis des Ladyfest-Aktivismus entlang der Debatten um Ein- und Ausschluss, um Identitätspolitiken und Kategorienkritik. Alek Ommert schlägt vor, das utopische Potenzial im Ringen um Begriffe und Kategorien als plurale, transkategoriale Bündnispolitik zu verstehen und für den queer-feministischen Aktivismus weiter zu denken. Anknüpfend an die Ergebnisse der Forschungsarbeit soll deswegen mit den Aktivist_innen Hannah Fitsch und Emel Schattner über vergangenen und gegenwärtigen queer-feministischen Aktivismus diskutiert werden.
Open for all gender

###################################################
MONTAG _ 9.10.2017 _ 20:00 UHR
Urteile
Ein dokumentarisches Theaterstück über die Opfer des NSU.
Mit Texten über alltäglichen und strukturellen Rassismus.
Café ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & Unrast VerlagLesung mit Mortazavi, Önder, Umpfenbach (Hrsg.) Warum konnte eine rassistische Mörderbande 10 Jahre lang ungestraft aus dem Untergrund ihr Unheil treiben? Warum führte ein gigantischer polizeilicher Ermittlungsaufwand nicht zur Aufdeckung der Untaten? Warum wurden die Täter nur im Umkreis der Familie und Freunde gesucht? Welche Rolle spielten Medien, Verfassungsschutz und Politik? Das dokumentarische Theaterstück Urteile von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi, uraufgeführt im Residenztheater München, beantwortet dies, indem es konsequent die Perspektive der Opfer einnimmt. So deckt es Leerstellen und Strukturen auf, die das Versagen der Sicherheitsbehörden und Medien möglich gemacht ­haben.
Vertiefend zum Stücktext kommen im vorliegenden Buch, das Umpfenbach und Mortazav zusammen mit Tunay Önder im Unrast Verlag herausgegeben haben, Autor_innen wie Bilgin Ayata, Heike Kleffner, Kien Nghi Ha, Massimo Perinelli, Azadeh Sharifi und Deniz Utlu zu Wort um unterschiedliche Dimensionen von strukturellem Rassismus und diskriminierenden Routinen zu beleuchten ist.

###################################################
DIENSTAG _ 10.10.2017 _ 20:00 UHR
Unter Sachsen
Zwischen Wut und Willkommen
Café ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & Ch. Links Verlag Lesung mit Heike Kleffner, Matthias Meisner, Ali Schwarzer Sind die sogenannten sächsischen Verhältnisse mit der Pegida-Bewegung und den vielen rechten Gewalttaten ein auf den Freistaat begrenztes Phänomen? Oder muss die zunehmende Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte als Vorbote künftiger politischer Veränderungen in ganz Deutschland verstanden werden?
Die Frage »Warum Sachsen?« wird von vielen gestellt. In diesem Buch begeben sich über 40 Autor*innen auf die Suche nach Antworten. In Analysen, Interviews, literarischen Texten und sehr persönlichen Kommentaren beleuchten sie beispielsweise den Zustand der sächsischen CDU, die Hintergründe der Pegida-Bewegung und der AfD in Sachsen oder die eigenen Erfahrungen mit Rassismus. Zahlreiche Reportagen zeigen die Verhältnisse vor Ort, in Leipzig oder Dresden ebenso wie im Erzgebirge und in Bautzen. Dazu gehört auch die Kreativität der Zivilgesellschaft, die vielerorts mit dem Rücken zur Wand demokratische Werte verteidigt.

###################################################
MITTWOCH _ 11.10.2017 _ 20:00 UHR
Über Grenzen
Vom Untergrund in die Favela
Café ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & Verlag Assoziation A Lesung mit Lutz Taufer Von der RAF in die Favela: Das Leben Lutz Taufers gleicht einer Suchbewegung, in der das Terrain der westdeutschen radikalen Linken vermessen wird: Rebellion gegen die verkrusteten Verhältnisse der Adenauerära, 1968 in Freiburg, Basisgruppe Politische Psychologie in Mannheim, Sozialistisches Patientenkollektiv in Heidelberg, Mitglied des Kommandos Holger Meins der RAF, Besetzung der deutschen Botschaft in Stockholm, mitverantwortlich für die Erschießung von zwei Geiseln, 20 Jahre Haft, ein Dutzend Hungerstreiks bis an den Rand des Todes, nach der Freilassung ein Jahrzehnt Basisarbeit in den Favelas von Rio, heute im Vorstand des Weltfriedensdienstes.
„Lutz Taufer hat in den Extremkonstellationen der linksradikalen Geschichte agiert, und da er darüber ohne jede Beschönigung und in uneingeschränkter Konfrontation mit den begangenen Fehlern schreibt und nachdenkt, wird sein Buch tatsächlich zu einem Schlüsselwerk der 1960er bis 1980er Jahre“ (Karl Heinz Roth).

###################################################
MITTWOCH _ 11.10.2017 _ 20:00 UHR
Wirtschaftsverbrechen
und andere Kleinigkeiten
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: Business Crime Control (BCC), attac, Club Voltaire & Nomen Verlag Lesung mit Gerd Bedszent Ist der Kapitalismus insgesamt kriminell, jeder Kapitalist ein Wirtschaftsverbrecher? Das sicher nicht. Kapitalismus basiert allerdings in weiten Teilen auf Raub. Räuberische Aneignung kann illegal sein. Sie kann aber auch in Übereinstimmung mit den gültigen Gesetzen erfolgen.
Die Grausamkeiten des Frühkapitalismus sind bekannt, wurden lediglich während des ideologischen Durchmarsches des Neoliberalismus in den letzten Jahrzehnten weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt. Der Autor schildert Beispiele von gemeinem Diebstahl und Massenmord während dieser frühen Phase. Andere Beiträge dokumentieren Bubenstücke der jüngeren Vergangenheit – Skandale und Skandälchen, räuberische Aneignung und kriminelle Machenschaften dubioser Krisengewinner.
Die Geschichte der kapitalistischen Moderne ist zwar nicht nur eine Abfolge von Gewaltakten, von Erpressung, Unterschlagung und Raubmord. Dass sie eine solche aber auch ist: daran kann in unserer Gegenwart nicht oft genug erinnert werden.

###################################################
MITTWOCH _ 11.10.2017 _ 20:00 UHR
Fieberwahn
Wie der Fußball seine Basis verkauft
Fanhaus Louisa, Schwarzsteinkautweg 5 a, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: Fanprojekt Eintracht Frankfurt/Main, P.A.C.K. & Verlag Die Werkstatt Fanprojekt Eintracht Frankfurt/Main, P.A.C.K., Initiativkreis GegenBuchMasse, Verlag Die Werkstatt Lesung mit Christoph Ruf Hinter der glitzernden Fassade des Profifußballs brodelt es. Fans fühlen sich entmündigt und schikaniert, die Proteste gegen Kommerzialisierung und Kollektivstrafen nehmen an Vehemenz zu und werden längst nicht nur von Ultras getragen. An der Basis, von den Amateurvereinen bis zur 3. Liga wächst die Wut auf Verbände, die sich nur noch um die Branchenriesen kümmern. Und vor der Tür lauern Veränderungen, die das Ende des Volkssports Fußball einläuten. Christoph Ruf hat mit Fans, Funktionären und Trainern gesprochen. Sein Fazit: Der Deutsche Fußball sägt gerade den Ast ab, auf dem er sitzt.

###################################################
MITTWOCH _ 11.10.2017 _ 19:30 UHR
Das Hochhaus
102 Etagen Leben
NIKA.haus, Niddastraße 57, Frankfurter Bahnhofsviertel
Veranstalter*innen: Hausprojekt NiKa, P.A.C.K. & avant-verlag Lesung mit Katharina Greve Mordgelüste, Frisurenprobleme, Wohnungssuche: Das sind einige der Zutaten für Das Hochhaus, ein Web-Comic-Bauprojekt.
Jede Woche wächst das Gebäude um ein neues Stockwerk in die Höhe – bis auf 102 Etagen. Wie bei einer technischen Zeichnung ist das Haus aufgeschnitten: Der Blick ins Innere der Wohnungen zeigt eine Momentaufnahme des Lebens der Bewohnerinnen und Bewohner.
Baubeginn war im September 2015, fertig gestellt wurde Das Hochhaus im September 2017 mit dem Dachgeschoss. Zeitgleich erschien das Buch. Die Szenen in den Wohnungen sind mal in sich geschlossen, mal haben sie über die Etagen hinweg miteinander zu tun. Die Episoden kommentieren zwischenmenschliche, aber auch politische Themen – der Längsschnitt zeigt einen Querschnitt durch den Alltag.

###################################################
DONNERSTAG _ 12.10.2017 _ 20:00 UHR
„Jedermann sei untertan“
Deutscher Protestantismus im 20. Jahrhundert.
Irrwege und Umwege
Café ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & Alibri Verlag Lesung mit Karsten Krampitz Die ersten vier Jahrhunderte ihrer Geschichte standen die evangelischen Kirchen unter dem „landesherrlichen Regiment“ und dementsprechend immer auf der Seite der Obrigkeit. Doch mit der Weimarer Reichsverfassung wurden die Kirchen in die Freiheit entlassen. Der Schriftsteller und Historiker Karsten Krampitz hat eine kritische Überblicksgeschichte der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) und ihrer Vorläuferorganisationen geschrieben. Er beschäftigt sich mit deren Rolle als Sargnagel der Weimarer Republik und untersucht, warum sich kein anderes Sozialmilieu so offen und aufnahmebereit für die Ideologie der Nazis zeigte wie das kleinbürgerlich-evangelische. Anhand neuer Quellen und Dokumente erzählt er von der Mittäterschaft der Kirche an der Ermordung der europäischen Juden und entlarvt die Schilderung vom Widerstand der Bekennenden Kirche im Dritten Reich als Lebenslüge der EKD. Zudem zeigt er die Entwicklung der evangelischen Kirchen in BRD und DDR.

###################################################
DONNERSTAG _ 12.10.2017 _ 20:00 UHR
Frankreich: Nazi-Verbrechen
Antifaschistischer Widerstand – Verfolgung – Erinnerung Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: Club Voltaire + Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 + Etti und Peter Gingold Initiative + Förderverein Gedenkstätte KZ Katzbach
+ FIR – Internationale Föderation der Widerstandskämpfer + VVN-BdA
+ Hessen + VVN-BdA Frankfurt & PapyRossa Verlag
Lesung mit Silvia Gingold + Florence Hervé + Ulrich Schneider + Hermann Unterhinninghofen Drei Bücher über Naziverbrechen, Verfolgung und antifaschistischen Widerstand in Frankreich werden vorgestellt: An das Massaker von Oradour-sur-Glane vom 10. Juni 1944 erinnern Florence Hervé und Hermann Unterhinninghofen in Bildern und Texten.
Den Bild- und Textband zum ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof (1941 – 1944) und den Umgang mit der Erinnerung in der heutigen Gedenkstätte stellt Florence Hervé ebenfalls vor.
Einen Kontrapunkt bilden die Erinnerungen des Frankfurter jüdischen Kommunisten Peter Gingold, der als Emigrant an der Seite der französischen Résistance kämpfte. Seine Tochter Silvia Gingold und Ulrich Schneider tragen Auszüge vor.
Nach der Lesung stehen die AutorInnen zum Gespräch zur Verfügung.
Dieser Abend soll nicht nur an die Geschichte Frankreich aus antifaschistischer Perspektive erinnern. Im PapyRossa Verlag sind auch Bücher zum Handeln in der Gegenwart, z.B. gegen den Vormarsch des Front National erschienen.

###################################################
DONNERSTAG _ 12.10.2017 _ 20:00 UHR
Begrabt mein Herz
am Heinrichplatz
Lesung und französisch inspirierte Vokü
lecker essen für wenig Geld
In der Au 14 – 16, Frankfurt
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & bahoe books Lesung mit Zeitzeug*innen und Herausgeber*innen Eine Reise in 45 Szenen durch die Welt einer untergegangenen Bewegung und erinnerte Bilder an eine sagenumwobene Halbstadt, die es nicht mehr gibt. Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben, so heißt es. Doch jene Bewegung, die im Schatten der besetzten Häuser in West-Berlin entstand, hatte nie im Sinn, Geschichte zu schreiben. Sie war sich ihrer Vergänglichkeit ebenso bewusst wie ihrem Unvermögen, an den bestehenden Verhältnissen etwas Grundsätzliches zu ändern. Niemand glaubte mehr an den Strand unter dem Pflaster, die Zürcher Genossen hatten schon vorgegeben, dass „Beton nicht brennt“, und so wurde „Was ist uns geblieben außer zu kämpfen und zu lieben“ zum Soundtrack der letzten Revolte.
Vieles hat sich so zugetragen, wie es in den folgenden Zeilen geschildert wird. Etliches ist frei erfunden. Viele Details sind aus naheliegenden Gründen verändert worden. Alle handelnden Personen sind frei erfunden, soweit sie nicht Personen der Zeitgeschichte sind. Texte, Bilder, Videos und Interviews zu allen Ereignissen finden sich unter:
http://heinrichplatz.bahoebooks.net

###################################################
DONNERSTAG _ 12.10.2017 _ 20:30 UHR
Diktatoren als Türsteher Europas
Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert Land in Sicht, Rotteckstraße 13, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: medico international e.V. & Christoph Links Verlag Lesung mit Christian Jakob, Simone Schlindwein und Mamadou Konaté Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Sie arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.
Seit Jahren recherchieren Simone Schlindwein und Christian Jakob zu diesem Thema. Ihr Buch ist die erste umfassende Darstellung der neuen europäischen Afrikapolitik. Welche konkreten Auswirkungen diese Politik hat, berichtet Mamadou Konaté am Beispiel unfreiwilig Zurückgekehrter im westafrikanischen Mali.

###################################################
DONNERSTAG _ 12.10.2017 _ 20:00 UHR
Die Poesie der Klasse
Romantischer Antikapitalismus und die Er_ ndung des Proletariats NIKA.haus, Niddastraße 57, Frankfurt Bahnhofsviertel
Veranstalter*innen: Hausprojekt NiKa & MSB Matthes & Seitz Berlin Lesung mit Patrick Eiden-Offe Mit der Durchsetzung des Kapitalismus entsteht im frühen 19. Jahrhundert aus verarmten Handwerkern, städtischem Pöbel, ländlichen Unterschichten und prekären Intellektuellen jenes neue soziale Kollektiv, das man bald das Proletariat nennen wird. Die Träume und Sehnsüchte dieser allen ständischen Sicherheiten entrissenen Gestalten fanden neue Formen des Erzählens in romantischen Novellen, Reportagen und sozialstatistischen Untersuchungen. Doch schon bald wurden sie – ungeordnet, gewaltvoll, nostalgisch und irrlichternd, wie sie waren – von den Vordenkern der Arbeiterbewegung als reaktionär verunglimpft, weil sie nicht in deren lineare Fortschrittsvision passen wollten.
In seiner Studie verhilft Patrick Eiden-Offe dem lange verdrängten romantischen Antikapitalismus zu seinem Recht und befreit die Sozial- und Literaturgeschichte aus ihren eindimensionalen Sichtachsen. Dabei zeigt sich eine verblüffende Ähnlichkeit zwischen der historischen, poetisch besungenen Klasse und heutigen Figuren von Prekarität.

###################################################
DONNERSTAG _ 12.10.2017 _ 20:00 UHR
Michael Englishman
163256: laut und klar
Aus der Asche des Holocaust
Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
Adalbertstraße 15, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: VAMV e.V. & Verlag Edition AV Lesung mit Übersetzer*in Katja Anton Cronauer Eine erstaunliche Geschichte von Mut, Einfallsreichtum und Charakterstärke des niederländischen Juden Michael Englishman während des Zweiten Weltkriegs und danach. Beginnend mit der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen 1940, führt sie uns durch Englishmans Haftzeit in mehreren Todes- und Arbeitslagern, in denen er dem Tod wiederholt entrinnt. Wagemutig hilft Englishman anderen Gefangenen zu fliehen und beteiligt sich aktiv am Widerstand. Obwohl seine Frau und Kinder den Holocaust nicht überleben, lässt sich Englishman nicht unterkriegen. Er sucht, wie versprochen, nach den Kinder eines ermordeten Freundes und baut sich mit ihnen und ihrer Mutter ein neues Leben in Kanada auf, wo er sich bis zu seinem Tod gegen Rassismus, Hass und Neonazis engagierte.

###################################################
FREITAG _ 13.10.2017 _ 20:00 UHR
DISRUPT!
Der technologische Angriff
Café ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & Unrast Verlag Lesung mit Lars Wehring von der Gruppe çapulcu DISRUPT! beschreibt die Versuche, das menschliche Dasein den Anforderungen einer reduktionistischen künstlichen Intelligenz zu unterwerfen. Der Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine wirkt bereits jetzt – weit vor einer vollständigen Vernetzung aller mit allem. Das redaktionskollektiv çapulcu dechiffriert diese – oft unhinterfragte – Entwicklung als Angriff auf unsere Autonomie und analysiert seine entsolidarisierende Wirkung. Denn Technologie ist nie neutral, sondern immanent politisch.
Mit Macht vorangetriebene technologische Schübe sind schwer und selten umkehrbar, sobald sie gesellschaftlich erst einmal durchgesetzt sind und der darüber geprägte ›Zeitgeist‹ selbstverstärkend für die notwendige Stabilisierung gesorgt hat. Warten wir, bis sämtliche Erscheinungsformen und Konsequenzen dieses Angriffs auf unsere Sozialität (all-)gegenwärtig geworden sind, haben wir verloren. Es bliebe uns dann nur noch eine Analyse der vermeintlichen ›Entwicklung‹ in Retrospektive. Ein Gegenangriff auf die Praxis und die Ideologie der totalen Erfassung erscheint deshalb zwingend notwendig. Die Autor*innen plädieren für die Wiederbelebung einer praktischen Technologiekritik zwischen Verweigerung und widerständiger Aneignung spezifischer Techniken.

###################################################
FREITAG _ 13.10.2017 _ 20:00 UHR
Polyamorie
Re_ exionen zu alternativen Beziehungsformen Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: 42 e.V. und Club Voltaire mit Unterstützung der Giordano-Bruno-Stiftung & Schmetterling Stuttgart Lesung mit Dominique Zimmermann Die Scheidungsraten zeigen: was Menschen üblicherweise von intimen Beziehungen erhoffen, führt nicht selten zu großem Leid und Einsamkeit, zu Streit und Eifersucht.
Wie kann ein zeitgemäßes Beziehungskonzept aussehen, das der Vielfalt der Lebensstile und den generell unsteten Lebensentwürfen gerecht wird? Welche Regelungen braucht es für Formen der Partnerschaft, die auch für Mehrfachbeziehungen offen sind?
Polyamorie: neues Zauberwort oder Fortsetzung des kapitalistischen Wunsches, alles zu optimieren? Auf Einladung von 42 e.V. und mit freundlicher Unterstützung der Giordano-Bruno-Stiftung stellt Zimmermann nicht-totalitäre Beziehungskonzepte vor. Sie liest aus „Das Maß der Liebe“ und „Die andere Beziehung“; ihr Focus liegt beim ethisch „richtigen“ Umgang miteinander: frei gewählten Gemeinschaften und Liebesbeziehungen, die füreinander einstehen, ohne totalitär über den anderen verfügen zu wollen. Ob hetero-, homo-, bi- oder asexuell: alles soll Platz haben in Care-Gemeinschaften.

###################################################
FREITAG _ 13.10.2017 _ 19:30 UHR
Anarchismus Hoch 3
Utopie, Theorie, Praxis. Interviews und Gespräche DFG-VK, Mühlgasse 13, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: Bildungswerk DFG-VK Hessen, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Frankfurt, FAU Frankfurt & Unrast Verlag Lesung mit Dr. Bernd Drücke Zu Wort kommen u.a. die Hausbesetzerinnen Emma, Marion und Mikky, die Projekt-A-Filmemacher Moritz Springer und Marcel Seehuber, der Krankenpfleger Heiko Maiwald (FAU), der Griechenland-Kenner Ralf Dreis, Knobi, der Büchernomade, Andreas Ess vom Projekt A, die Verleger Theo Bruns und Rainer Wendling von Assoziation A, Jörn Essig, Martin Schüring und Markus Kampkötter vom Unrast Verlag, Sania und Denise Kästner vom roots of compassion-Kollektiv, Hanna Mittelstädt und Katharina Picandet von der Edition Nautilus, der russische Historiker Vadim Damier, der Soziologe Andreas Kemper, die Indonesien-Kennerin Anett Keller sowie der Politikwissenschaftler Ismail Küpeli.

###################################################
FREITAG _ 13.10.2017 _ 19:30 UHR
Palästina – Vertreibung, Krieg
und Besatzung
Internationale Buchhandlung Südseite
Kaiserstr. 55, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: Internationale Buchhandlung Südseite & PapyRossa Verlag Lesung mit Annette Groth Seit Israel die palästinensischen Gebiete und Ost-Jerusalem besetzt hält, werden Palästinenser/innen aus ihren Heimatorten vertrieben, ihrer Rechte und ihres Besitzes beraubt. In dem Buch »Palästina – Vertreibung, Krieg und Besatzung« werden der Siedlungsbau, die Situation von Kindern in israelischen Gefängnissen, die massive Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch Checkpoints und Mauer, die Lage in Gaza, die Rolle der UNO und der Abbau demokratischer Rechte in Israel und Palästina erörtert. Die Autorinnen und Autoren aus Israel, Palästina, den USA und Deutschland zeigen die Legitimität des zivilen Widerstands gegen die Verletzung von Völkerrecht und Menschenrechten auf. Sie wollen zu einer Versachlichung der emotional aufgeladenen Debatte beitragen, die gerade in Deutschland oft ohne Faktenkenntnis geführt wird. Annette Groth, 2009 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages für die Partei Die Linke und eine der Herausgeberinnen des Bandes, stellt die Inhalte und Thesen des Buches vor.

###################################################
SAMSTAG _ 14.10.2017
Lange Lesenacht
Mit leckerem Buffet
Café ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: P.A.C.K.
EINLASS AB 19:00 UHR
Zeitplan: 19:30 UHR Überlebensschule
20:05 UHR Feministische Psychiatrie Kritik
20:40 UHR Alles so hell da vorn
21:15 UHR Assata Shakur
21:50 UHR Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!
22:25 UHR Das Fliegende Spaghettimonster
23:00 UHR Flucht aus Sobibor

19:30 UHR
Überlebensschule
Ausgegrenzte Kinder lernen die Freiheit
P.A.C.K., Mandelbaum Verlag
Lesung mit Übersetzerin Lotte Kreissler
David Gribble berichtet in »Überlebensschule« über Bildungseinrichtungen mit aktiver Beteiligung von benachteiligten Jugendlichen, darunter »Butterflies«, ein selbstorganisiertes Lernprojekt von Straßenkindern in Delhi; Moo Ban Dek, ein demokratisch strukturiertes Projekt für Waisen und verstoßene Kinder in Thailand; eine von SchülerInnen mitgegründete High School im ärmsten Viertel Chicagos sowie ein historisches Projekt von sogenannten unerziehbaren Jungen in Schottland. Er lässt die Kinder und ihre BegleiterInnen zu Wort kommen. Sie erzählen von existenziellen Problemen, von Leben und Tod, Gewalt in der Familie, vom Verhungern und von Bandenkriegen aber auch vom Lernen in Freiheit. Das Buch wirkt dem Vorurteil entgegen, nur wohlhabende Kinder könnten verantwortungsvolles Handeln lernen und freies Lernen verkraften, und zeigt, dass mit anderen pädagogischen Ansätzen und Vertrauen das Leben von armen Kinder existenziell verändert werden kann.

20:05 UHR
Feministische Psychiatrie Kritik
P.A.C.K., Unrast Verlag
Lesung mit Peet Thesing
Das Thema Psychiatriekritik ist seit Jahren kein großer politischer Kampf mehr. „Helfende“ Maßnahmen werden nicht gesellschaftskritisch analysiert, psychiatrisch-medizinische Ansätze werden nicht auf ihre strukturelle Bedeutung hinterfragt, Geschichte scheint es in der Psychiatrie nicht zu geben.
Wie entstehen eigentlich „psychische Krankheiten“ in dieser Gesellschaft? Wie wird zwischen gesund und krank entschieden? Ist Homosexualität wirklich nicht mehr als Krankheit vorgesehen? Wie wird psychiatrische Gewalt begründet? Wie werden Diagnosen zur Delegitimierung genutzt? Selbstverletzung und Ess_störungen – wie lange gilt die feministische Forderung: My body, my choice?
Diese Einführung orientiert sich am Wissen Psychiatrie-Erfahrener. Psychiatrische Ansätze werden aus einer gesellschaftskritischen Perspektive hinterfragt. Das Buch bietet damit ersten Einblick in die verschiedensten Themen feministischer Psychiatriekritik. Es macht deutlich, warum diese Kritk dringend wieder notwendig ist.

20:40 UHR
Alles so hell da vorn
P.A.C.K., Argument Verlag
Lesung mit Monika Geier
In einem Frankfurter Vorstadtbordell empfängt eine viel zu junge Hure einen Stammkunden, einen Kriminalpolizisten. Sie schießt ihn mit seiner eigenen Kanone nieder, knallt gleich noch einen Zuhälter ab, nimmt dessen Wagen und fährt los. Sie weiß genau, wo sie hinwill. Die Ermittlung übernimmt Kommissarin Bettina Boll, eine Kollegin des Ermordeten. Ein Mädchen ohne Namen und ohne Vergangenheit wird zur Rächerin eines verabscheuungswürdigen Verbrechens.
Manga, die Heldin dieses Buches, macht ihre Gegner aus und streckt sie nieder. Sie erschießt zuerst den Bullen, dann den Zuhälter, dann den Schuldirektor. Ob die Wahl logisch und gerecht ist, fragt sie nicht, denn Manga verfolgt ganz pragmatisch ein Ziel – und sie hat nichts zu verlieren. Dass sie dem Bullen seine Dienstpistole klauen kann, ist ihre einzige Chance, das Schicksal zu wenden. Die Lethargie ihrer Zunft schüttelt sie einfach ab. Was gibt ihr die Kraft? Wo kommt die Geschichte her, die sie so gezielt handeln lässt?

21:15 UHR
Assata Shakur.
Eine Autobiografie
P.A.C.K., Laika Verlag
Lesung mit Ella Rollnik (Laika-Verlag)
Assata Shakur schreibt eine Geschichte der rassistischen Gewalt im Amerika der 1960er- und 1970er-Jahre und des Kampfes der militanten Befreiungsbewegungen gegen diese Gewalt. Sie zeigt, wie diese Kämpfe die amerikanische Politik mitgestaltet haben, rückt aber auch in den Fokus, wie erschreckend alltäglich die Gewalt von Polizei, Justiz und Erziehungssystem gegenüber der Black Community überall auf der Welt auch heute noch ist. »Sie spricht zu uns allen«, heißt es im Vorwort von Angela Davis, »und ihre Worte erinnern uns daran, dass, wie Walter Benjamin einst bemerkte, nur um der Hoffnungslosen willen uns die Hoffnung gegeben ist.« Eine beeindruckende Frau und Revolutionärin.

21:50 UHR
Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!
Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933 P.A.C.K., Gegen den Strom Rote Hilfe Lesung mit Silke Makowski Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen. Die RHD-Gruppen sammelten Spenden für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Familien und protestierten mit Flugblättern gegen den NS-Terror. Verfolgte und untergetauchte NazigegnerInnen wurden mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht, wo die EmigrantInnen von den Auslandsbüros der RHD versorgt wurden.In der Roten Hilfe waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter – meist männlicher – Mitglieder zentrale Funktionen übernahmen, aber auch „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten.Selbst nach der offiziellen Auflösung der RHD 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort.

22:25 UHR
Das Fliegende Spaghettimonster
P.A.C.K., Alibri Verlag
Lesung mit Daniela Wakonigg
Das Fliegende Spaghettimonster (FSM) ist derzeit in aller Munde. Nicht nur in Form schmackhafter Nudelgerichte, sondern auch in den Medien. Doch was hat es mit dieser merkwürdigen Gottheit auf sich und warum glauben ihre Anhänger, dass nach dem Tod ein Biervulkan auf sie wartet und dass sie den Klimawandel bekämpfen können, indem sie sich als Piraten verkleiden?
Der Spaghettimonster-Glauben entstand 2005 im Zuge der Auseinandersetzungen um den zunehmenden Einfluss der Kreationisten in den USA. Diese Entstehungsgeschichte des Spaghettimonster-Glaubens sowie die skurrilen Elemente des FSM-Kults führen bei vielen Menschen fast reflexartig zu der Auffassung, dass es sich hierbei nicht um eine Religion, sondern um eine Religionsparodie handelt. Doch ist diese Einschätzung tatsächlich richtig? Gibt es nicht vielleicht doch Gründe, die dafür sprechen, dass Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters eine echte Religion ist?

23:00 UHR
Flucht aus Sobibor
P.A.C.K., bahoe books
Lesung mit Herausgeber*innen
Am 14. Oktober 1943 kam es zum Aufstand im NS-Vernichtungslager Sobibor. Die etwa 600 gefangene Juden und Jüdinnen erschlugen ein Dutzend SS-Offiziere und Wächter, rissen den Stacheldrahtzaun nieder und rannten über ein vermintes Feld. Gegen alle Wahrscheinlichkeit gelangten mehr als 300 Gefangene in die rettenden Wälder. Etwa 60 jener Männer und Frauen schafften es, bis zum Kriegsende zu überleben.
Dieses Buch beschreibt anschaulich, basierend auf Interviews und in enger Zusammenarbeit mit 18 Überlebenden, die Flucht aus Sobibor: Ein Buch über den Mut und den erbitterten Willen zu Überleben, um der Welt zu erzählen, was hinter diesem Stacheldraht wirklich geschehen ist.

###################################################
SAMSTAG _ 14.10.2017 _ 20:00 UHR
Ausgegrenzt! Warum?
Zwangssterilisierte und Geschädigte der NS-„Euthanasie“ in der Bundesrepublik Deutschland Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: KunstGesellschaft, Club Voltaire & Metropol-Verlag Lesung mit Herausgeberin Margret Hamm Jahrzehntelang hatten die Opfer von Zwangssterilisation und „Euthanasie“ geschwiegen. Erst viele Jahre nach ihrer Verfolgung im NS-Staat fanden einige von ihnen die Kraft, die Stimme zu erheben und für ihre Anerkennung zu kämpfen. Als sie 1987 den Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten gründeten, konnten sie ihre Interessen erstmals politisch und gesellschaftlich vernehmbar vertreten. Doch ihre Aktivitäten stießen auf Widerstände, da Mechanismen und Strukturen der Ausgrenzung die NS-Zeit überdauert hatten. Denkmuster von „lebensunwertem“ Leben wirkten über Jahrzehnte in der Bundesrepublik fort – und behaupten sich bis in die Gegenwart.



Das komplette Programm mit weiteren Informationen:
http://www.gegenbuchmasse.de/





AWO Bockenheim Jahreshauptversammlung
Integratives Kinder- und Familienfest 2008

Druckbare Version

Informationen von und für Frankfurt - Bockenheim, - Bockenheim-Aktiv.de!